Oberlidstraffung bei Schlupflidern – Ergebnis nach 9 Monaten

 

Bild Nr.: 2026-018 / 2026-019

Natürlich geöffnet wirkende Augenpartie nach Oberlidstraffung bei einer 34-jährigen Patientin

Alter der Patientin zur Operation: 34 Jahre

 

Dieses Ergebnis zeigt die Augenpartie neun Monate nach einer Oberlidstraffung (Oberlid-Blepharoplastik) in der e-sthetic® Privatklinik in Essen.

Ziel der Behandlung war es, die seit Jahren bestehende Hauterschlaffung der Oberlider zu korrigieren und dabei die natürliche Form und den individuellen Ausdruck der Augen zu erhalten. Zum Zeitpunkt der Aufnahme nach neun Monaten ist die Narbenreifung weit fortgeschritten. Die feinen Narben liegen in der natürlichen Oberlidfalte und sind bei genauer Betrachtung nur noch leicht weißlich erkennbar.

Alter bei der Operation: 34 Jahre
Eingriff: Oberlidstraffung / Oberlid-Blepharoplastik
Nachbeobachtung: 9 Monate
Operateur: Dr. med. Daniel Talanow
Behandlungsort: e-sthetic® Privatklinik, Essen

 

Ausgangslage vor der Oberlidstraffung

Die Patientin störte sich seit mehreren Jahren an einer zunehmenden Erschlaffung der Haut an den Oberlidern beziehungsweise ausgeprägten Schlupflidern.

Zuvor waren wiederholt Behandlungen der Stirnregion mit Botulinumtoxin zur Faltenreduktion durchgeführt worden. Zuletzt empfand die Patientin die Behandlung für ihr eigentliches Anliegen an der Oberlidregion nicht mehr als ausreichend. Gleichzeitig sollte bei der weiteren Behandlungsplanung die Position der Augenbrauen berücksichtigt werden.

Nach persönlicher Untersuchung und Beratung entschied sich die Patientin deshalb für eine operative Schlupflidkorrektur in unserer Privatklinik in Essen.

 

Operation: Oberlid-Blepharoplastik mit individueller Gewebeanpassung

Durchgeführt wurde eine beidseitige Oberlid-Blepharoplastik. Neben der Entfernung des zuvor exakt bestimmten Hautüberschusses erfolgte eine gezielte Trimmung von Anteilen des Augenringmuskels (Musculus orbicularis oculi).

Zusätzlich wurde überschüssiges Fettgewebe im nasalen Bereich sowie im Bereich oberhalb der Iris partiell reduziert. Die Präparation erfolgte unter Lupenbrillenvergrößerung.

Zum Abschluss wurden die Hautränder mit einer feinen mikrochirurgischen Naht verschlossen. Die Schnittführung wurde so geplant, dass die spätere Narbe möglichst unauffällig in der natürlichen Oberlidfalte zu liegen kommt.

 

Ergebnis 9 Monate nach der Schlupflidkorrektur

Neun Monate nach dem Eingriff zeigt sich eine deutlich offenere Oberlidregion. Der zuvor bestehende Hautüberschuss wurde reduziert, während die individuelle Augenform und der natürliche Gesichtsausdruck erhalten blieben.

Besonders gut lässt sich auf den Aufnahmen auch die Narbenentwicklung beurteilen: Nach neun Monaten ist die Narbenreifung weit fortgeschritten. Die feinen Narben sind bei genauer Betrachtung noch leicht weißlich zu erkennen und liegen weitgehend unauffällig in den natürlichen Oberlidfalten.

Die Patientin berichtet über eine hohe Zufriedenheit mit dem erreichten Ergebnis. Insbesondere empfindet sie ihre Augenpartie als frischer und wacher wirkend.

Zur ergänzenden ästhetischen Behandlung der Stirnfalten führt die Patientin weiterhin Botulinumtoxin-Behandlungen in unserer Klinik durch. Der Fall zeigt damit auch, dass eine operative Korrektur der Oberlider und nichtoperative Behandlungen anderer Gesichtsregionen – bei entsprechender Indikation und individueller Planung – miteinander kombiniert werden können.

 

Was zeigt dieses Ergebnis einer Oberlidstraffung?

Das Vorher-Nachher-Ergebnis verdeutlicht insbesondere drei Aspekte einer individuell geplanten Oberlidstraffung:

  • Reduktion des überschüssigen Gewebes bei Erhalt der natürlichen Augenform
  • offenere und wacher wirkende Augenpartie ohne bewusst überkorrigierten Eindruck
  • weit fortgeschrittene Narbenreifung neun Monate nach der Operation

Entscheidend ist dabei, dass Umfang und Art der Gewebeentfernung nicht schematisch festgelegt werden. Haut, Augenringmuskel und Fettkompartimente sollten individuell beurteilt und nur entsprechend der jeweiligen anatomischen Situation behandelt werden.

 

Oberlidstraffung in der e-sthetic® Privatklinik Essen

Bei einer Oberlidstraffung geht es nicht allein darum, möglichst viel Haut zu entfernen. Entscheidend sind unter anderem die vorhandene Hauterschlaffung, die Position der Augenbrauen, die Verteilung des Fettgewebes, die Aktivität des Augenringmuskels und die individuelle Anatomie der gesamten Augenregion.

Deshalb geht jeder Oberlidstraffung in unserer Essener Privatklinik eine persönliche Untersuchung und Operationsplanung voraus.

Wichtig: Das dargestellte Ergebnis dokumentiert den individuellen Behandlungsverlauf dieser Patientin. Ergebnisse einer Oberlidstraffung können aufgrund der jeweiligen anatomischen Voraussetzungen, der Gewebebeschaffenheit, der Wundheilung und weiterer individueller Faktoren unterschiedlich ausfallen. Aus einem einzelnen Vorher-Nachher-Ergebnis lässt sich kein bestimmtes Ergebnis für andere Patientinnen oder Patienten ableiten.

 

Wissenschaftliche Einordnung zur Oberlidstraffung

Die Oberlidstraffung (Oberlid-Blepharoplastik) ist ein gut wissenschaftlich untersuchtes Operationsverfahren. Die aktuelle Fachliteratur befasst sich sowohl mit unterschiedlichen Operationstechniken als auch mit Patientenzufriedenheit, möglichen Komplikationen und der Frage, welche Gewebeanteile im individuellen Fall entfernt oder erhalten werden sollten.

Ein systematischer Review von Rodrigues et al. (2023) untersuchte verschiedene Techniken der Oberlid-Blepharoplastik, darunter die Entfernung beziehungsweise Anpassung von Haut, Muskel- und Fettgewebe. In den eingeschlossenen Studien wurden insgesamt wenige Komplikationen und eine hohe Zufriedenheit mit den ästhetischen Ergebnissen berichtet. In der Meta-Analyse zeigten sich unter anderem keine signifikanten Veränderungen der Sehschärfe, des Augeninnendrucks oder der Symptome des trockenen Auges.

Eine größere Kohortenstudie von Luong et al. (2023) untersuchte die Zufriedenheit sechs Monate nach einer Oberlidstraffung mithilfe patientenbezogener Bewertungsinstrumente, darunter FACE-Q. Die Untersuchung zeigte eine hohe Ergebniszufriedenheit nach dem Eingriff.

Für die operative Planung ist entscheidend, dass nicht bei jeder Oberlidstraffung die gleichen Gewebeanteile entfernt werden müssen. Studie von Saalabian et al. (2017) verglichen unterschiedliche Resektionskonzepte – von der alleinigen Hautentfernung bis zur zusätzlichen Behandlung von Muskel- und Fettgewebe. Zwischen den untersuchten Gruppen zeigte sich kein signifikanter Unterschied hinsichtlich Patientenzufriedenheit und Komplikationsraten. Die Autoren sprechen sich daher für eine zurückhaltende und individuell an die anatomische Situation angepasste Entfernung von Muskel- und Fettgewebe aus.

 

Literatur:

Rodrigues C, Carvalho F, Marques M. (2023)
Upper Eyelid Blepharoplasty: Surgical Techniques and Results—Systematic Review and Meta-analysis.
Aesthetic Plastic Surgery. 2023;47:1870–1883.
DOI: 10.1007/s00266-023-03436-6

Luong KP et al. (2023)
Factors Associated with Treatment Outcome Satisfaction Six Months after Upper Blepharoplasty: A Large Cohort Study.
Plastic and Reconstructive Surgery – Global Open. 2023;11(9):e5260.
DOI: 10.1097/GOX.0000000000005260

Saalabian AA, Liebmann P, Deutinger M. (2017)
Which Tissue Should Be Removed in Upper Blepharoplasty? Analysis and Evaluation of Satisfaction.
World Journal of Plastic Surgery. 2017;6(3):324–331.
PMID: 29218282

Die genannten Studien dienen der allgemeinen wissenschaftlichen Einordnung der Oberlidstraffung. Studienergebnisse lassen keine Vorhersage des individuellen Behandlungsergebnisses zu.