Brustvergrößerung mit runden Implantaten – Langzeitergebnis nach 6 Jahren
Foto-ID: 2026-012 / 2026-013
Alter der Patientin zum Operationszeitpunkt: 25 Jahre
Nachherfotos einer Brustvergrößerung mit beidseitigen runden 325-ml-Mentor®-MemoryGel®-Implantaten in submuskulärer Lage. Die Aufnahmen mit und ohne BH zeigen das individuelle Langzeitergebnis sechs Jahre nach dem Eingriff. Das dargestellte Ergebnis ist patientenspezifisch und nicht auf andere Personen übertragbar.
Ausgangssituation
Die Patientin war zum Zeitpunkt der Operation ca. 173 cm groß und wog etwa 55 kg. Sie wünschte sich eine Vergrößerung ihrer Brüste von etwa Körbchengröße 70/75 B auf ein noch natürlich wirkendes C-Körbchen. Das Dekolleté sollte dabei lediglich moderat betont werden, sodass das Ergebnis „leicht bis mittel gemacht“ wirken.
Vor der Operation bestand eine angeborene Brustasymmetrie. Die Intermammardistanz (Abstand zwischen beiden Brüsten) betrug 1 cm. Die Brustbasis maß rechts 12 cm und links 12,5 cm. Zusätzlich bestand rechts ein leichter Schulterhochstand bei geringer, asymptomatischer Skoliose.
Behandlungsziel
Ziel der Brustvergrößerung war eine harmonische Vergrößerung beider Brüste mit möglichst natürlicher Form sowie der bestmögliche Ausgleich der bestehenden Asymmetrie. Dabei sollte das Dekolleté zwar voller erscheinen, jedoch nicht übermäßig betont werden.
Verwendete Implantate
Zur Brustvergrößerung wurden beidseits runde mikrotexturierte Memory-Gel-Silikonimplantate mit Moderate-Plus-Profil und einer Füllmenge von 325 ml eingesetzt. Verwendet wurde ein kohäsives Silikongel der Konsistenz Cohesive I.
Operationsmethode
Die Brustvergrößerung (Mamma-Augmentationsplastik) erfolgte über einen kleinen Schnitt in der Unterbrustfalte (Minimal-Scar-Technik). Nach der Präparation einer submuskulären Implantattasche wurden zunächst Probeimplantate eingesetzt, um die optimale Implantatgröße und Projektion sowohl im Liegen als auch im Sitzen beurteilen zu können.
In diesem Fall führte die Verwendung gleich großer Implantate zu der harmonischsten Brustform. Unterschiedlich große Implantate hätten die vorhandene Volumenasymmetrie eher verstärkt. Kleinere Implantate mit höherem Profil hätten den Abstand zwischen den Brüsten vergrößert, während größere Implantate das Risiko für sichtbares Rippling oder ein Bottoming-out erhöht hätten.
Nach erneuter Hautdesinfektion und Handschuhwechsel wurden die endgültigen Implantate mithilfe einer Einführhilfe (Keller Funnel) eingebracht. Zusätzlich wurden die angeborenen Unterbrustfalten sowie einziehende kollagene Fasern gelöst und beide Unterbrustfalten angepasst, um ein möglichst symmetrisches Dekolleté zu erzielen. Abschließend erfolgte ein mehrschichtiger Wundverschluss mit resorbierbarem Nahtmaterial und intrakutaner Hautnaht.
Operateur: Dr. med. Daniel Talanow
Ergebnis nach sechs Jahren
Die Nachkontrolle sechs Jahre nach der Operation zeigt ein stabiles Langzeitergebnis mit harmonischer Brustform und gleichmäßigem Dekolleté.
Während des gesamten Nachbeobachtungszeitraums kam es zu keinen größeren Gewichtsschwankungen. Sämtliche gynäkologischen Kontrolluntersuchungen einschließlich Brustultraschall verliefen unauffällig.
Es zeigten sich keine Hinweise auf
- Kapselfibrose
- Implantatdislokation
- Bottoming-out
- relevante Formveränderungen
Langfristige Ergebnisse können jedoch individuell unterschiedlich ausfallen und werden unter anderem von der Gewebequalität, hormonellen Veränderungen, Schwangerschaften, Gewichtsschwankungen sowie dem natürlichen Alterungsprozess beeinflusst.
Besonderheiten dieses Falles
Dieser Fall verdeutlicht, wie wichtig eine individuelle Operationsplanung bei angeborenen Brustasymmetrien ist. Die endgültige Implantatauswahl erfolgte erst nach einer intraoperativen Probeimplantation. Dadurch konnte die Implantatgröße exakt an die anatomischen Gegebenheiten angepasst werden.
Die Kombination aus sorgfältiger Implantatfachpräparation, submuskulärer Implantatlage und einer individuellen Anpassung der Unterbrustfalten trug zu einem harmonischen und langfristig stabilen Ergebnis bei.
Heilungsverlauf
Der Heilungsverlauf verlief komplikationslos. Auch sechs Jahre nach dem Eingriff bestanden keine klinischen Hinweise auf implantatbezogene Komplikationen. Regelmäßige fachärztliche Nachkontrollen tragen dazu bei, den langfristigen Verlauf zu beurteilen.
BH-Größe nach der Operation
Nach abgeschlossener Heilung trug die Patientin überwiegend einen bügellosen BH in Größe M beziehungsweise BHs in der Größe 70 C/D.
Hinweis: BH-Größen unterscheiden sich je nach Hersteller und Passform. Es existiert keine weltweit einheitliche Industrienorm, sodass Größenangaben lediglich der Orientierung dienen.
Individuelle Beratung
Welche Implantatform, Implantatgröße und Operationstechnik am besten geeignet sind, hängt immer von den anatomischen Voraussetzungen und den persönlichen Behandlungszielen ab. Im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgesprächs werden die individuellen Möglichkeiten, Grenzen sowie die zu erwartenden Ergebnisse gemeinsam besprochen.
Wissenschaftliche Literatur und Evidenz
Wissenschaftlicher Hintergrund
Langzeitstudien bestätigen die Sicherheit und Wirksamkeit moderner kohäsiver Silikonimplantate von Mentor® bei primären Brustvergrößerungen. Darüber hinaus zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass eine individuell geplante Implantatlage unter dem Brustmuskel bei geeigneten Patientinnen mit einer guten Weichteildeckung sowie einer niedrigen Rate an Kapselfibrosen und langfristig stabilen Ergebnissen verbunden sein kann. Die Auswahl der Implantatlage erfolgt jedoch stets individuell anhand der anatomischen Voraussetzungen und der Behandlungsziele. Wir verwenden auch je nach Indikation andere Hersteller von Silikonimplantaten wie z.B. Motiva, Polytech, B-lite etc.
Nachfolgend bezüglich dieses Falles einige interessante wissenschaftliche Publikationen, welche in der Fachliteratur vielfach zitiert werden:
-
Langzeitsicherheit der verwendeten Mentor® MemoryGel-Implantate
Caplin DA et al. (2021)
MemoryGel Breast Implants: Final Safety and Efficacy Results after 10 Years of Follow-Up
Plastic and Reconstructive Surgery.
Studientyp
- prospektive multizentrische 10-Jahres-Studie
- über 1.000 Patientinnen
Kernaussagen
- gute Langzeitsicherheit
- hohe Patientenzufriedenheit
- niedrige Raten schwerer Kapselfibrosen bei primären Brustvergrößerungen
- geringe Implantatdislokationsrate
- bestätigt die langfristige Sicherheit von Mentor® MemoryGel-Implantaten
PubMed:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33620918/
-
Mentor Core Study
Cunningham B. (2007)
The Mentor Core Study on Silicone MemoryGel Breast Implants
Plastic and Reconstructive Surgery.
Studientyp
prospektive FDA-Zulassungsstudie
Kernaussagen
- Grundlage der FDA-Zulassung
- bestätigt Sicherheit und Wirksamkeit der Implantate
- zeigt niedrige Rupturraten
- hohe Patientenzufriedenheit
- liefert Langzeitdaten zu Komplikationen und Reoperationen
PubMed:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18090810/
-
Implantatlage unter dem Brustmuskel
Lista F, Ahmad J. (2013)
Vertical Scar Augmentation Mastopexy: Subpectoral Implant Placement Reduces Capsular Contracture
Aesthetic Surgery Journal.
Kernaussagen
- submuskuläre Implantatlage zeigt geringere Kapselfibroseraten
- langfristig stabile Implantatposition
- besonders sinnvoll bei schlanken Patientinnen
- bessere Weichteildeckung
- geringere Sichtbarkeit und geringeres Rippling
Häufig gestellte Fragen zu diesem Fall
Wie lange halten die Ergebnisse einer Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten?
Moderne Silikonimplantate können über viele Jahre stabile Ergebnisse ermöglichen. Der langfristige Verlauf wird jedoch unter anderem von der individuellen Gewebequalität, hormonellen Veränderungen, Schwangerschaften, Gewichtsschwankungen sowie dem natürlichen Alterungsprozess beeinflusst. Regelmäßige Nachkontrollen werden empfohlen.
Warum wurden die Implantate unter dem Brustmuskel eingesetzt?
Bei schlanken Patientinnen kann die submuskuläre Implantatlage eine bessere Weichteildeckung ermöglichen und zu einer harmonischen Brustform beitragen. Welche Implantatlage geeignet ist, wird individuell anhand der Anatomie und der Behandlungsziele entschieden.
Sind Mentor® MemoryGel® Brustimplantate wissenschaftlich untersucht?
Ja. Mentor® MemoryGel® Brustimplantate wurden in prospektiven Langzeitstudien untersucht. Die veröffentlichten Daten zeigen über einen Beobachtungszeitraum von bis zu zehn Jahren eine gute Sicherheit, hohe Patientenzufriedenheit und niedrige Komplikationsraten bei primären Brustvergrößerungen.
Kann das dargestellte Langzeitergebnis auf andere Patientinnen übertragen werden?
Nein. Jede Brustvergrößerung verläuft individuell. Anatomische Voraussetzungen, Heilungsverlauf, Lebensstil und natürliche Alterungsprozesse können das langfristige Ergebnis beeinflussen. Das gezeigte Ergebnis stellt den individuellen Verlauf einer Patientin dar.
