Brustvergrößerung mit runden Implantaten – Ergebnis nach 7 Monaten

 

Zugang über die Unterbrustfalte, Pocket subpektoral

Foto-ID: 2026-016 / 2026-017
Operateur: Dr. med. Daniel Talanow

Alter der Patientin zum Operationszeitpunkt: 27 Jahre

Ausgangssituation

Die Patientin war zum Zeitpunkt der Operation 27 Jahre alt, etwa 166 cm groß und wog ca. 62 kg. Sie wünschte sich eine harmonische Vergrößerung ihrer Brüste von etwa Körbchengröße 75A auf ein natürlich wirkendes C-Körbchen. Dabei sollte das Dekolleté bewusst nur dezent betont werden.

Vor der Operation bestand eine angeborene Brustasymmetrie. Die Intermammardistanz, also der Abstand zwischen beiden Brüsten, betrug etwa 1 cm. Die Brustbasis maß beidseits ca. 12 cm. Der Abstand vom Jugulum zur Brustwarze betrug rechts 18 cm und links 17,5 cm, der Abstand von der Brustwarze zur ursprünglichen Unterbrustfalte beidseits etwa 6,5 cm.

Zusätzlich bestanden links ein leichter Schulterhochstand bei geringer, asymptomatischer Skoliose sowie eine anlagebedingt etwas nach lateral gerichtete Position beider Brustwarzenvorhofkomplexe.

 

Behandlungsziel

Ziel der Brustvergrößerung war eine harmonische und möglichst natürlich wirkende Vergrößerung beider Brüste. Die vorhandenen anatomischen Unterschiede sollten bei der Operationsplanung berücksichtigt werden, ohne die Brust unnatürlich zu verbreitern oder das Dekolleté übermäßig zu betonen.

 

Verwendete Implantate

Für die Brustvergrößerung wurden beidseits runde, mikrotexturierte Memory-Gel-Silikonimplantate mit Moderate-Plus-Profil und einem Volumen von jeweils 275 ml eingesetzt.

Die Implantate enthalten ein kohäsives Silikongel der Konsistenz Cohesive I. Form, Profil und Volumen wurden entsprechend der vorhandenen Brustbasis, der Gewebebeschaffenheit und dem gewünschten Ergebnis ausgewählt.

 

Operationsmethode

Die Brustvergrößerung (Mamma-Augmentationsplastik) erfolgte über einen kleinen Zugang in der Unterbrustfalte im Sinne einer Minimal-Scar-Technik.

Nach der Präparation der submuskulären Implantattaschen wurden zunächst Probeimplantate eingesetzt. Dadurch konnten Größe, Projektion, Brustform und Symmetrie während der Operation sowohl im Liegen als auch im Sitzen beurteilt werden.

In diesem Fall zeigte die intraoperative Beurteilung, dass gleich große Implantate auf beiden Seiten zu der harmonischsten Brustform führten.

Kleinere Implantate mit höherem Profil hätten aufgrund ihrer geringeren Basisbreite den Abstand zwischen den Brüsten stärker betont. Größere Implantate hätten dagegen nicht dem gewünschten dezenten Ergebnis entsprochen und bei den individuellen anatomischen Voraussetzungen das Risiko für sicht- oder tastbare Implantatränder, Rippling oder ein späteres Absinken des Implantats erhöhen können.

Zusätzlich wurden die angeborenen Unterbrustfalten angepasst und einziehende horizontale kollagene Fasern gezielt gelöst. Ziel war es, die Voraussetzungen für eine möglichst harmonische Position und Form beider Brüste zu schaffen.

Nach Einsetzen der endgültigen Implantate erfolgte ein mehrschichtiger Wundverschluss mit resorbierbarem Nahtmaterial und intrakutaner Hautnaht.

 

Warum wurden 275-ml-Implantate gewählt?

Die Implantatgröße wurde nicht allein anhand eines gewünschten Körbchens oder einer bestimmten Milliliterzahl festgelegt. Entscheidend waren insbesondere die etwa 12 cm breite Brustbasis, die vorhandenen Weichteilverhältnisse, die Ausgangsform der Brust und der Wunsch der Patientin nach einer natürlichen Vergrößerung mit natürlichem bis nur dezent ausgeprägtem Dekolleté.

Die endgültige Entscheidung für 275 ml erfolgte nach intraoperativer Beurteilung mit Probeimplantaten. Dadurch konnte überprüft werden, welche Kombination aus Implantatbreite, Projektion und Volumen am besten zu den individuellen anatomischen Voraussetzungen passte.

 

Ergebnis nach sieben Monaten

Bei der Nachkontrolle sieben Monate nach der Brustvergrößerung zeigte sich eine harmonische Brustform mit gleichmäßigem Dekolleté. Die Patientin war mit dem erreichten Ergebnis sehr zufrieden.

Zu diesem Zeitpunkt war der postoperative Heilungsverlauf weitgehend abgeschlossen und das Ergebnis gut beurteilbar. Die Narben lagen unauffällig in den Unterbrustfalten. Klinisch bestanden bei der Nachkontrolle keine Hinweise auf implantatbezogene Komplikationen.

Form und Erscheinungsbild der Brust können sich langfristig dennoch verändern. Einfluss darauf haben unter anderem die individuelle Gewebequalität, hormonelle Veränderungen, Schwangerschaften, Gewichtsschwankungen sowie der natürliche Alterungsprozess.

 

Besonderheiten dieses Falles

Dieser Fall zeigt, warum die Implantatauswahl bei einer Brustvergrößerung individuell erfolgen sollte. Ausgangspunkt waren nicht allein das gewünschte Brustvolumen oder eine bestimmte Körbchengröße, sondern die vorhandene Brustbasis, die angeborene Asymmetrie, die Position der Brustwarzen und die individuellen Gewebeverhältnisse.

Besonders wichtig war der Wunsch nach einer natürlichen Brustform ohne ausgeprägtes Dekolleté. Die intraoperative Probeimplantation ermöglichte es, unterschiedliche Größen und Projektionen unmittelbar in Bezug auf die vorhandene Anatomie zu beurteilen.

In diesem Fall erwiesen sich zwei gleich große runde Implantate mit jeweils 275 ml und Moderate-Plus-Profil als passende Wahl. Die submuskuläre Implantatlage und die individuelle Anpassung der Unterbrustfalten ergänzten die Operationsplanung.

Eine vorbestehende anatomische Asymmetrie lässt sich durch eine Brustvergrößerung nicht in jedem Fall vollständig ausgleichen. Ziel ist daher eine möglichst harmonische Verbesserung unter Berücksichtigung der natürlichen anatomischen Unterschiede.

 

Heilungsverlauf und Narben

Der postoperative Heilungsverlauf verlief ohne klinische Hinweise auf Komplikationen. Sieben Monate nach der Operation lagen die Narben unauffällig in den Unterbrustfalten, wie das Foto ohne BH zeigt.

Die Position der Narben wird durch den Operateur bereits bei der präoperativen Einzeichnung berücksichtigt. Wie sichtbar eine Narbe langfristig bleibt, hängt jedoch unter anderem von der individuellen Wundheilung, Hautbeschaffenheit und Narbenbildung ab.

Regelmäßige fachärztliche Nachkontrollen sind auch nach abgeschlossener Heilung sinnvoll, um die Brust und die Implantate langfristig beurteilen zu können.

 

BH-Größe nach der Operation

Nach abgeschlossener Heilung trug die Patientin überwiegend bügellose BHs in Größe 75C von Hunkemöller sowie teilweise Bügel-BHs in Größe 75D von Lounge.

BH-Größen können sich je nach Hersteller, Modell und Passform deutlich unterscheiden. Da keine weltweit einheitliche Größenstandardisierung besteht, dienen diese Angaben ausschließlich der Orientierung und erlauben keine zuverlässige Vorhersage der späteren BH-Größe bei anderen Patientinnen.

 

Hygiene und Sicherheit bei Implantatoperationen

Bei Brustvergrößerungen mit Implantaten kommt der konsequenten Einhaltung hoher Hygienestandards eine besondere Bedeutung zu. Neben sterilen Operationstechniken und standardisierten hygienischen Abläufen spielt auch die kontrollierte Luftqualität im Operationssaal eine Rolle.

Moderne raumlufttechnische Systeme mit gefilterter und kontrollierter Luftführung, wie wir sie in der e-sthetic® Klinik verwenden, können die Konzentration luftgetragener Partikel und Mikroorganismen im Operationsbereich reduzieren. Die Vermeidung postoperativer Infektionen beruht jedoch nicht auf einer einzelnen Maßnahme, sondern auf dem Zusammenspiel verschiedener Faktoren – darunter OP-Hygiene, steriles Arbeiten, standardisierte Abläufe und eine geeignete Raumlufttechnik.

 

Individuelle Beratung zur Brustvergrößerung

Welche Implantatform, welches Implantatvolumen, welches Profil und welche Operationstechnik am besten geeignet sind, lässt sich nicht allein anhand von Vorher-Nachher-Bildern oder einer gewünschten Körbchengröße bestimmen.

Entscheidend sind unter anderem Brustbasis, Haut- und Gewebequalität, vorhandenes Brustvolumen, Brustkorbform, mögliche Asymmetrien sowie die persönlichen Vorstellungen der Patientin.

Im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgesprächs in der e-sthetic® Privatklinik in Essen werden diese Faktoren untersucht und die verschiedenen Möglichkeiten sowie deren Grenzen und Risiken individuell besprochen.

Wichtiger Hinweis: Das dargestellte Ergebnis ist individuell und nicht auf andere Patientinnen übertragbar. Ausgangssituation, Heilungsverlauf und Ergebnis einer Brustvergrößerung können von Person zu Person unterschiedlich sein. Die dargestellten Informationen ersetzen keine persönliche ärztliche Untersuchung und Beratung.

 

Wissenschaftliche Quellen zur OP-Hygiene und Raumlufttechnik

Die in den beiden nachfolgenden Studien beschriebene Bedeutung einer kontrollierten OP-Umgebung und konsequenter Hygienemaßnahmen hat auch in der e-sthetic® Privatklinik einen hohen Stellenwert. Bei unseren Brustoperationen beobachten wir in der klinischen Praxis sehr geringe Infektionsraten und eine sehr geringe Rate an Kapselfibrosen (0,3 % über 11 Jahre). Die sehr hohe Hygienequalität unseres Operationsaales mit kontrollierter Raumlufttechnik betrachten wir dabei als einen wichtigen Bestandteil eines umfassenden Präventionskonzeptes aus steriler Operationstechnik, standardisierten Abläufen und sorgfältiger chirurgischer Durchführung. Da Infektionen und insbesondere Kapselfibrosen von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, lässt sich ihr seltenes Auftreten jedoch nicht auf eine einzelne Maßnahme zurückführen.

Die beiden nachfolgenden und öffentlich einsehbaren Studien veranschaulichen die große Bedeutung einer guten OP-Hygiene:

 

1. Popp W. et al.: Air quality in the operating room: Surgical site infections, HVAC systems and discipline. GMS Hygiene and Infection Control, 2019.

Die Publikation der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene befasst sich mit der Bedeutung der Raumluftqualität, raumlufttechnischer Anlagen und des Verhaltens im Operationssaal. Kontrollierte Luftführung kann die Belastung des Operationsbereichs mit luftgetragenen Partikeln und Mikroorganismen reduzieren. Die Autoren betrachten die Infektionsprävention als Zusammenspiel technischer, hygienischer und organisatorischer Maßnahmen.

 

2. Operating theatre quality and prevention of surgical site infections.

Die Übersichtsarbeit beschreibt verschiedene Einflussfaktoren der Operationssaalumgebung auf die Prävention postoperativer Infektionen. Dazu zählen unter anderem Luftfiltration, kontrollierte Luftströmung, technische Ausstattung und organisatorische Hygienemaßnahmen.

 

Häufig gestellte Fragen zu diesem Fall

Wie lange bleibt das Ergebnis nach einer Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten stabil?

Das hängt sehr stark von der individuellen Anlage, der Operationsmethode und der Qualität der Silikonimplantate ab und bleibt normalerweise über viele Jahre und teils Jahrzehnte stabile. Einfluß haben zusätzlich hormonelle Veränderungen, Schwangerschaften, Gewichtsschwankungen sowie natürliche Alterungsprozesse.

Warum werden die Silikon-Implantate meistens unter dem Brustmuskel eingesetzt?

Es hat sich aus der Erfahrung und Studien gezeigt, dass gerade bei schlanken Patientinnen die submuskuläre Implantatlage die bessere Wahl ist, da eine harmonischere Weichteildeckung ermöglicht wird. Welche Implantatlage für Sie am besten geeignet ist, kann nur individuell anhand der Anatomie und der Behandlungsziele mit Ihrem Operateur entschieden werden.

Sind Mentor® MemoryGel® Brustimplantate wissenschaftlich untersucht?

Ja. Mentor® MemoryGel® Brustimplantate wurden in prospektiven Langzeitstudien untersucht. Die veröffentlichten Daten zeigen über einen Beobachtungszeitraum von bis zu zehn Jahren eine gute Sicherheit, hohe Patientenzufriedenheit und niedrige Komplikationsraten bei primären Brustvergrößerungen.

Kann das dargestellte Langzeitergebnis auf andere Patientinnen übertragen werden?

Nein. Jede Brustvergrößerung verläuft individuell. Anatomische Voraussetzungen, Heilungsverlauf, Lebensstil und natürliche Alterungsprozesse können das langfristige Ergebnis beeinflussen. Das gezeigte Ergebnis stellt den individuellen Verlauf einer Patientin dar.