Blogbeiträge der Schönheitschirurgie e-sthetic in Essen

Narben nach einem Unfall oder einer Operation

Narbenbildung nach einer Operation am Bauch

Ob durch einen Unfall, durch Verbrennungen, Krankheiten oder eine Operation: vermutlich wird jeder Mensch im Laufe seines Lebens eine oder mehrere Narben davontragen. Diese unterscheiden sich in Größe, Form und Aussehen und können - neben einer ästhetischen Einschränkung - auch bei verminderter Elastizität der Haut zu deutlichen Bewegungseinschränkungen führen. Dabei gibt es viele Faktoren, die die Heilung von Narben positiv und negativ beeinflussen können. Zudem existieren Kulturkreise, in denen Verletzungen der Haut sehr gezielt gesetzt werden, um die entstehenden Narben als eine Art Körperschmuck (Ziernarben) darzustellen.

 

Wie entsteht eine Narbe?

Die Haut, welche das größte menschliche Organ darstellt, hat die Funktion, den Körper vor dem Eindringen von Bakterien, Viren, Dreck, UV-Strahlung etc. zu schützen. Unmittelbar nach jeder Verletzung der äußeren Hautschicht, der Epidermis, beginnt der Körper damit, die Wunde schnellstmöglich zu schließen. Somit wird die Schutzfunktion der Haut rasch wiederhergestellt. Werden durch eine Verletzung auch tiefere Hautschichten verletzt, setzt zunächst die Blutgerinnung, dann die Wundreinigung und hiernach die Wundheilung ein.
Da bei einer tieferen Wunde Bindegewebefasern beschädigt sind, werden diese von Innen heraus durch neue Bindegewebsfasern ersetzt. Die Bildung der Narbe stellt dabei den letzten Teil der Wundheilung dar, die vollständige Ausreifung dauert meist viele Monate.

 

Was unterscheidet eine Narbe von gesunder Haut?

Häufig bemerken Betroffene neben einem initialen Wund- bzw. Narbenschmerz auch lokale Veränderungen der Sensibilität und eine verringerte Elastizität der vernarbten Haut. Dies liegt daran, dass bei Narbengewebe die Kollagenfasern eher parallel verlaufen, im Gegensatz zu den elastisch und eher durcheinander verlaufenden Fasern des gesunden Gewebes. Zudem haben Narben keine Schweiß- und Talgdrüsen und an den vernarbten Stellen wachsen meist keine ursprünglichen Haare mehr. Somit geht mit einer Narbe - neben den optischen Veränderungen- auch ein Funktionsverlust einher. Bei hellhäutigen Menschen ist eine ausgereifte normale Narbe dünn und meist heller als die gesunde Haut.

 

Was beeinflusst die Narbenbildung positiv oder negativ?

Gerade bei tieferen Verletzungen lässt sich die Bildung einer Narbe nicht vermeiden. Dennoch gibt es Faktoren, die Einfluss auf das Aussehen des vernarbten Gewebes nehmen können. In der ersten Zeit nach einer Verletzung sollten Zug und Druck von der Wunde genommen werden. Nach Operationen werden daher oft Verbände angelegt, die die Bewegung auf die Wunde reduzieren. Nach Abschluss der primären Wundheilung können Wundsalben und Pflaster helfen, Symptome wie Juckreiz und eine unangenehme Hautspannung zu reduzieren. Direkte UV-Strahlung sollte an den betroffenen Stellen für die ersten Monate vermieden werden, da es sonst zu nachteiligen Veränderungen der Narbengröße und Narbenpigmentierung kommen kann.
Neben den beschriebenen Faktoren gibt es zahlreiche weitere Umstände, die das Aussehen einer Narbe beeinflussen können. Je nach Alter, persönlicher Veranlagung und Hauttyp der Betroffenen kann sich die Narbenbildung von Person zu Person deutlich unterscheiden.

 

Welche Probleme können während des Heilungsprozesses auftreten?

Für viele Betroffene stellt eine Narbe auch eine psychische Belastung dar, gerade wenn sie an Körperstellen wie dem Gesicht zu sehen ist. Zudem können körperliche Beschwerden wie eine Verhärtung des Bindegewebes oder eine Narbenentzündung auftreten. In manchen Fällen kommt es zudem zu Narbenveränderungen, welche den Heilungsprozess zusätzlich negativ beeinflussen oder verändern können.
Hypertrophe Narben wachsen lokal im Sinne einer Wulstbildung. Sogenannte Keloide stellen Gewebewucherungen dar, die die Grenze des eigentlichen Wundrandes deutlich überschreiten und zudem mehrere Jahre weiter wachsen können. Instabile Narben wiederum können durch eine beeinträchtigte Wundheilung entstehen und verlangen eine oft lang andauernde Therapie. Diese genannten Problemnarben sind noch immer schwierig zu behandeln. Eine wissenschaftliche aktuelle Leitlinie finden Interessierte u.a. über die AWMF online - Therapie pathologischer Narben (hypertrophe Narben und Keloide).

 

Welche Möglichkeiten bietet eine Narbenkorrektur?

Ob aus ästhetischen oder medizinischen Gründen, eine Narbenkorrektur ist in vielen Fällen möglich und erleichtert das Leben der Betroffenen. Dabei gibt es eine Vielzahl von Techniken zur Korrektur von Narben, die je nach Art und Größe der Narbe individuell bestimmt werden müssen. Falls Sie an einer Narbenkorrektur interessiert sind, beraten wir Sie gerne in unserer Privatklinik e-sthetic in Essen. In einem ersten Beratungsgespräch stimmen wir uns mit Ihnen über die Art der Behandlung ab und finden damit einen Weg hin zu Ihrem Wunschergebnis.
Weitere Informationen zum Thema Pflege von Narben nach Schönheitsoperationen finden Sie auf unserem Tumblr-Account. Zudem können Sie auf unserem Pinterest-Account anschauliche Beispiele für Narben nach ästhetisch-plastischen Operationen betrachten.

Kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular, via Telefon oder per Email. Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Dr. med. Daniel Talanow

Stand: 03.08.2017

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