Blogbeiträge der Schönheitschirurgie e-sthetic in Essen

Der lange Weg zu sicheren Brustimplantaten

Ein informativer Rückblick über den langen Weg zu sicheren Brustimplantaten

Brustimplantate aus Silikon: Die wichtigsten Infos

Die erste Brustvergrößerung wurde schon 1895 vom Chirurgen Vincenz Czerny in Heidelberg mit einer gutartigen Fettgeschwulst, einem sogenannten Lipom, vorgenommen. Der Erfolg blieb zunächst leider aus, genau wie in den Mammaaugmentationen unter Anwendung verschiedener Implantate, welche in den darauffolgenden Jahren weltweit eingesetzt wurden. Das operative Verfahren selbst war nahezu risikoarm, doch die Implantate erwiesen sich stets als problematisch oder gar untauglich.

 

Der Durchbruch mit Silikon

Erst als 1962 zwei Ärzte aus Houston erfolgreich Implantate aus Silikon einsetzten, entwickelte sich die Mammaaugmentation mit diesem Material zu einem bewährten medizinischen Verfahren. Silikongel ist heutzutage das ideale Material für Implantate, da es ein “Formgedächtnis” hat, also seine ursprüngliche Form beibehält. Außerdem ähnelt die Konsistenz stark der Weichheit einer natürlichen Brust.

 

PIP-Skandal

Jedoch gab es lange Zeit trotzdem immer wieder Probleme, vor allem hinsichtlich der Haltbarkeit und der Verträglichkeit der Implantate. Dies alles gipfelte leider im Skandal über die Implantate des französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP). Dessen Implantate zeigten eine erhöhte Reißanfälligkeit. Zudem entsprach das Silikon-Füllmaterial nicht den Angaben des Herstellers.

Die für die Sicherheit von Gesundheitsprodukten zuständige französische Behörde AFSSAPS ließ im März 2010 die Produkte von PIP vom Markt nehmen. Am 23. Dezember 2011 empfahl die AFSSAPS etwa 30.000 Französinnen die vorsorgliche Entfernung ihrer PIP-Implantate, Behörden anderer Länder folgten kurz darauf. Es folgte eine Untersuchung, welche in der Anklage und Verurteilung des Firmenchefs endete.

 

Gehobene Sicherheitsstandards

Als Reaktion auf diese Vorkommnisse und die Verunsicherung der Patientinnen führte die EU verschärfte Verordnungen ein, Länder außerhalb der EU folgten mit eigenen Gesetzen. Die EU-Verordnung für Medizinprodukte verlangt heute, dass Hersteller in klinischen Studien die Sicherheit und Wirksamkeit belegen. Ebenso können unangekündigte Kontrollen in den Herstellungszentren stattfinden, was früher nicht der Fall war. Schließlich wurde die Verpflichtung zur Aushändigung eines Implantatpasses eingeführt, so dass Patienten stets nachverfolgen können, von welchem Hersteller das Produkt in ihrem Körper stammt.

 

Modernste Technik für höchste Sicherheit

Aufgrund der verschärften gesetzlichen Vorgaben weltweit, aber auch wegen der kritischeren Haltung vieler Patienten haben die Implantatehersteller ihre Produktions- und Produktqualität massiv verbessert und übertreffen mittlerweile oft hoch angesetzte gesetzliche Vorschriften. Einige Hersteller bieten sogar lebenslange Garantien auf Brustimplantate bei ggf. beschädigten Implantaten an. Die Verträglichkeit der verwendeten Materialien liegt heutzutage genauso im Fokus wie die Festigkeit des Geles. Kohäsives Silikongel als Füllmaterial erhöht die Sicherheit für die Patientinnen beträchtlich, indem es eine zweite Sicherheitsstufe hinter der enorm stabilen Außenschicht darstellt. Strukturierte Oberflächen verhindern ein Verrutschen und verbessern die Einheilung im Gewebe. Hierdurch wird der krankhaften Kapselbildung vorgebeugt.

In der e-sthetic Praxisklinik in Essen benutzen wir hauptsächlich Produkte von den Herstellern Mentor und Allergan, welche weltweit zu den sichersten Implantaten mit höchster Güteklasse gehören. Gerne geben wir Ihnen weiterführende Informationen über die verwendeten Brustimplantate sowie die operativen Verfahren in einem persönlichen Beratungsgespräch.

 

Ihr Dr. med. Daniel Talanow


Stand: 08.11.2016

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